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RES
LUTERARIA
BEITRÄGE ZUR
KULTURGESCHICHTE DES
17. JAHRHUNDERTS
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Wilhelm Kühlmann
unter Mitwirkung von Peter Mathes:
Reichspatriotismus, Konfessionalismus und katholische Friedensutopie im Dreißigjährigen Krieg. Zu den politischen Gedichten des Jesuiten Jakob Balde (1604-1668) und seiner Zeitgenossen
8/2025
XIV und 514 Seiten
8 Abbildungen
Hardcover
€ 74,90
ISBN 978-3-940784-72-8
ISSN 3052-2110
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Zum ersten Mal wird in diesem Buch der Versuch unternommen, in einem weiten Querschnitt die zeitgeschichtliche lateinische Versdichtung des in
Bayern wirkenden berühmten Jesuitendichters Jacob Balde (1604-1668) zu untersuchen. So intensiv und kontinuierlich wie kein zweiter deutscher
Autor hat er die Ereignisse, Personen und ideellen Konstellationen des gesamten Dreißigjährigen Krieges in leidenschaftlichen oder sarkastischen
Appellen, Klagen und Protesten, aber auch kühnen Fiktionen literarisch kommentiert. Nach forschungsgeschichtlichen Einführungen werden ausgewählte
Dichtungen, aber auch wichtige Vorreden Baldes jeweils ediert, kommentiert, übersetzt und in weiteren Umblicken interpretiert. Dabei sind auch
analoge Texte und Dichtungen der Jesuiten Nicolaus Avancini (1611-1686) und Jacob Masen (1606-1681) neben den Stimmen protestantischer Autoren,
darunter Paul Flemings (1609-1640), einbezogen. So ergeben sich mancherlei Durchblicke auf das komplexe Miteinander von konfessionellen
Positionierungen, reichspatriotischen Gesinnungsmustern, dringlichen Friedensprojekten und nationalem Leidensdruck. Das vorliegende Buch regt dazu
an und trägt dazu bei, die Geschichte der Lyrik zu und im Dreißigjährigen Krieg in bisher ungewohnter Perspektive nicht unerheblich zu modifizieren.
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Lyriker – Übersetzer – Korrespondent
Neue Studien zu Sigmund von Birken (1626-1681)
Hrsg. von Wilhelm Kühlmann und Hartmut Laufhütte in Zusammenarbeit mit Ralf Schuster
4/2025
XIV und 464 Seiten
Hardcover
€ 96,30
ISBN 978-3-940784-68-1
ISSN 3052-2110
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Sigmund von Birken (1626-1681) ist einer der produktivsten und bedeutendsten Lyriker seiner Zeit. Leider hat sein früher Tod ihn
daran gehindert, einen repräsentativen Teil seines lyrischen Werkes gesammelt zum Druck zu bringen. Er hat aber den größten Teil
seiner deutschsprachigen Gedichte in fünf umfangreichen, thematisch bzw. nach Adressatengruppen unterschiedenen Sammelhandschriften
zusammengetragen, mehrere tausend Gedichte. Hinzu kommt ein einige hundert Texte umfassendes Konvolut mit lateinischen Gedichten.
Seit einigen Jahren sind diese Sammelhandschriften als Bände 1-6 der historisch-kritischen Edition Sigmund von Birken. Werke und
Korrespondenz editorisch erschlossen und mit ausführlichen Kommentaren versehen. Damit steht der Forschung ein Quellenfundus zur
Verfügung, den man sich kaum reichhaltiger vorstellen kann.
Der vorliegende Band soll anhand exemplarischer Interpretationen ausgewählter lyrischer und versepischer Texte Birkens aufzeigen,
wie ergiebig die Beschäftigung mit Birkens Gedichten auf der Grundlage dieser Werkedition sein kann. In insgesamt 15 Aufsätzen von
Anita Fajt, Klaus Garber, Michael Hanstein, Nicola Kaminski, Wilhelm Kühlmann, Hartmut Laufhütte, Werner Wilhelm Schnabel,
Ralf Schuster, Gábor Tüskés, Hermann Wiegand und Konrad Wieland werden unterschiedliche Facetten des Birkenschen lyrischen und
versepischen Oeuvres vorgestellt. Die Analysen geben Aufschlüsse zur Biographie des Autors (Kap. 1: Birkens Dichterkrönung 1645,
eine Lebenskrise 1647 oder Birkens Eheleben), zu seiner weitreichenden Bedeutung als ‚Netzwerker‘ in der res publica literaria mit
seinen zahlreichen Korrespondenzen (Kap. 2: Korrespondenz mit Quirin Moscherosch und Johann Georg Styrzel), zu seiner Tätigkeit als
Übersetzer zeitgenössischer und antiker Lyrik (Kap. 4: Horazübersetzungen und Mausoleum der Hungarischen Könige 1664) und seiner
Bedeutung als Emblematiker (Kap. 5: zu einem frühen Stammbucheintrag Birkens). Der Schwerpunkt des Bandes liegt auf der Analyse
einiger für verschiedene lyrische und versepische Genres repräsentativer Gedichte (Kap. 3): Hier geht es um Birkens ‚Naturlyrik‘
(2 Aufsätze), Birkens Parodien, seine Tagzeitendichtung im historischen Kontext sowie seine satirische Hofkritik. Wie wichtig und
erkenntnisfördernd es sein könnte, die Beschäftigung mit Birkens Lyrik in die gymnasialen Lehrpläne aufzunehmen, wird im
abschließenden Beitrag des Bandes (Kap. 6) erörtert.
Die Beiträgerinnen und Beiträger sowie die Herausgeber wollen den Autor und sein Werk in der Vielfalt seiner Erscheinungsformen
kenntlich machen, ihm zu größerer Bekanntheit verhelfen und zu einer angemessenen Bestimmung seines Platzes in der Kultur- und
Literaturgeschichte der Frühen Neuzeit beitragen. Vor allem aber wollen sie jüngere Forscherinnen und Forscher dazu anregen und
ermutigen, die reichen zugänglichen Quellenbestände zur Vervollständigung des Bildes dieses bedeutenden literarischen
Repräsentanten seiner Zeit zu nutzen.
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