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REINHOLD SCHNEIDER FORSCHUNG:

Die Reinhold-Schneider-Forschung bildet einen wichtigen Schwerpunkt des Verlagsprogrammes. Zum 50. Todestag des Dichters im Jahr 2008 erschien ein Sammelband mit neun Beiträgen aus theologischer und literaturwissenschaftlicher Forschung zum Wirken dieses bedeutenden Autors. Der Lyrik Schneiders ist ein weiterer 2011 erschienener Sammelband mit zehn Forschungsbeiträgen gewidmet. Schneiders spätem "opus summum", dem Wiener Tagebuch "Winter in Wien", gilt die sprachwissenschaftliche Studie Matthias Attigs, die Schneiders "poetisches Sprechen" sehr viel genauer, als dies bisher geschehen ist, analysiert. Ekkehard Blattmanns Studie zur Auseinandersetzung Schneiders mit Hanns Hörbigers Glazialkosmogonie erhellt einen bisher von der Forschung nicht beachteten Aspekt des Schneiderschen Werkes und ediert außerdem drei bisher nicht veröffentlichte Sonette des Dichters. Weitere Publikationen zu Werk und Wirken Reinhold Schneiders sind in Vorbereitung.

Weitere Informationen zu Reinhold Schneider finden sich unter www.Reinhold-Schneider.net


Cover Der Dunkle Glockenton
Der dunkle Glockenton.
Briefwechsel zwischen Reinhold Schneider und Rudolf Alexander Schröder.

Herausgegeben von Klaus Goebel 9/2014
Hardcover
148 Seiten mit 14 Abbildungen
14,98 Euro
ISBN: 978-3-940784-23-0

Ohne den Hintergrund von NS-Diktatur, Krieg und früher Nachkriegszeit ist dieses briefliche Zwiegespräch 1935 bis 1957 nicht zu denken. Was haben sich Männer der Inneren Emigration zu sagen, von denen der eine prononciert katholisch ist, der andere als evangelischer Kirchenliedautor wachsenden Bekanntheitsgrad genießt? Den Kontakt eröffnet Schneider mit einem Privatdruck seiner Sonette, zu denen das bekannte Allein den Betern wird es noch gelingen gehört. Bei Kurt Ihlenfeld in Berlin lernen sich die Dichter persönlich kennen. Der Herausgeber des Eckart gewinnt sie als Mitarbeiter. Zum engsten Freundeskreis zählt auch der Schriftsteller Jochen Klepper.
Aufsätze und Rezensionen erweitern die von Klaus Goebel aufgefundene und kommentierte Korrespondenz. Schneider stellt den ersten Beitrag über Schröder für die Festschrift zum 60. Geburtstag 1938 unter das Thema Der Dichter in der Geschichte. Zu den letzten Äußerungen vor dem plötzlichen Tod zwanzig Jahre später gehört eine in vielen Zeitungen publizierte Würdigung des 80 Jahre alt gewordenen Schröder. Dieser wiederum charakterisiert Schneider in dem Autorenporträt Amt und Gabe des Wortes. Als Gegner der Wiederbewaffnung und Anhänger der Anti-Atomtod-Be­wegung ist Schneider damals äußerst umstritten, wird andererseits jedoch demonstrativ mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
Überraschen dürfte den Leser eine kaum bekannte Episode der Biographie Thomas Manns. Die Korrespondenz thematisiert seine Aufnahme in den Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste. Diese Friedensklasse des Ordens ist 1952 durch Theodor Heuss wiederbelebt worden. Im neuen Ordenskapitel vertreten Schröder und Schneider die Literatur, bevor Hermann Hesse als ausländisches Mitglied hinzu gewählt wird. Der erste Bundespräsident setzt sich auch für Manns Berufung ein. Der Nobelpreisträger hatte durch seine Schelte der während der NS-Diktatur in Deutschland gebliebenen Schriftsteller eine anhaltende öffentliche Auseinandersetzung hervorgerufen. Doch wird er kurz vor seinem Tod noch in den Orden gewählt. Von Schneider unterstützt, hatte ihn Schröder vorgeschlagen.

Cover von Der Briefwechsel zwischen Reinhold Schneider und Heinrich von Schweinichen
Der Briefwechsel zwischen Reinhold Schneider und Heinrich von Schweinichen
Herausgegeben von Hans-Joachim Koppitz


5/2012
XXXVIII + 338 Seiten
Hardcover
€ 34,24
ISBN 978-3-940784-12-4

Der Briefwechsel Reinhold Schneiders mit dem Papiergroßhändler Heinrich von Schweinichen zählt zu den wichtigsten Briefbeständen des Reinhold-Schneider-Archivs der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe. Er umfaßt den Zeitraum von Mitte 1942 bis Mitte 1957 und gewährt vielfältige Einblicke in die politische und denkgeschichtliche Situation der vierziger und fünfziger Jahre. So werden etwa die schwierigen Bedingungen kenntlich, unter denen Schneider in den letzten Kriegsjahren seine gegen die NS-Diktatur gerichteten, der christlichen Widerstandsliteratur zuzuzählenden Werke publizierte – vor allem in Zusammenarbeit mit dem Alsatia-Verlag in Colmar. Heinrich von Schweinichen hat Schneider dabei, wo immer möglich, unterstützt. Ebenso erhellend ist der Briefwechsel für die Phase der gesellschaftlichen Neuorientierung nach dem Krieg.
Nun liegen die erhaltenen Bestandteile dieser Korrespondenz erstmals ediert und mit einer ausführlichen Einleitung versehen vor. Alle Briefe sind vom Herausgeber mit erläuternden Anmerkungen versehen. Ein Personenregister schließt den Band ab.

Cover von Zur Lyrik Reinhold Schneiders
Zur Lyrik Reinhold Schneiders
Hrsg. von Ralf Schuster



11/2011
XIV + 282 Seiten
Softcover
€ 39,59
ISBN 978-3-940784-13-1

Der vorliegende Band vereinigt Aufsätze aus den Fächern Deutsche Sprachwissenschaft, Deutsche Literaturwissenschaft, Theologie und Hispanistik. Ein Beitrag ist in Spanisch verfaßt. Der Band enthält Beiträge von Georg Langenhorst, Eva Thauerer, Pirmin Meier, Matthias Clemens Hänselmann, Angeles Osiander, Stephan Lüttich, Reiner Haehling von Lanzenauer, Ralf Schuster, Matthias Attig und Michael Albus. Die Beiträge beschäftigen sich mit verschiedenen Fragestellungen zu Reinhold Schneiders Lyrik. Ausgehend von der Analyse einzelner, bisher von der Forschung wenig beachteter Gedichte des Autors erfolgen dann Ausweitungen auf weitergehende Fragestellungen. Die Aufsätze behandeln Gedichte aus allen Werkphasen Schneiders und rücken verschiedene, teilweise zuvor nie untersuchte Aspekte seines Oeuvres in den Blick, ermöglichen Neueinschätzungen älterer Forschungsansätze und entwickeln neue Sichtweisen auf Schneiders Gedichte.

Das Inhaltsverzeichnis kann hier eingesehen werden.


Cover von Sprache der zerbrochenen Formen
Matthias Attig:
Sprache der zerbrochenen Formen
Semantik und Textualität in Reinhold Schneiders »Winter in Wien«


12/2010
179 + XIV Seiten
Softcover
€ 24,61
ISBN 978-3-940784-11-7

Die vorliegende Studie befasst sich mit einem Werk, dessen formale Gestalt nur selten in den Blick genommen wurde. Das für den »Winter in Wien« charakteristische Moment der textuellen Zersplitterung deutet sie als Resultat einer Formgebung, deren Tiefenstrukturen sie unter Verwendung linguistischer Analysemodelle nachzuzeichnen sucht. In mehreren Grundlagenkapiteln entwirft der Verfasser eine Phänomenologie der sprachlichen Literarizität, also des poetischen Sprechens und des Sprachkunstwerks, um im Weiteren die ästhetischen Eigenarten – den Montagecharakter und den programmatischen Fragmentismus – des Schneiderschen Textes auf differenziertere Weise bestimmen und würdigen zu können, als dies bislang geschehen ist. Das Zentrum der Arbeit bilden Einzelinterpretationen, die semantische, syntaktische sowie textuelle Reihenstrukturen beleuchten, welche signifikante Konfigurationen einer mimetisch-poetischen Bedeutungsstiftung darstellen und in ihrer Verflechtung mit diskursiven Oberflächenphänomenen des Textes dessen einzelne Sinnmomente gleichsam dekonstruieren. Es wird deutlich, dass Schneiders »Winter in Wien« sich in seiner textuellen Faktur als Engführung zweier Zeichen- und Bedeutungssysteme beschreiben lässt: In ihrem Zusammentreten bilden sie beide eine Strukturgestalt aus, welche die Propositionen des Textes überpielt und dessen semantische Züge in ihren semiotischen Funktionen gleichsam dechiffriert. Gerade diese sinnbildende Dissoziation, welche auf die innere Substanz des Sprechens übergreift, weist Schneiders opus summum schließlich als ein dezidiert modernes aus.


Cover von Reinhold Schneider und Hanns Hörbigers Glazial-Kosmogonie
Ekkehard Blattmann:
Reinhold Schneider und Hanns Hörbigers Glazial-Kosmogonie


3/2010
250 Seiten
36 schwarz-weiße und vier farbige Abbildungen
Softcover
€ 29,96
ISBN 978-3-940784-06-3

Im Jahre 1913 publizierte der österreichische Maschinenbau-Ingenieur und Unternehmer Hanns Hörbiger in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrer und Astronomen Philipp Fauth sein umfangreiches Werk “Glacial-Kosmogonie”. Hörbiger-Fauth wollten den Nachweis führen, daß unser Kosmos aus dem dramatischen Zusammenstoß von Feuer und Eis entstanden ist und daß sich alle großen Katastrophen der Erd- und Mond- und Menschheitsgeschichte aus diesem Antagonismus herleiten lassen.
In den unruhigen zwanziger Jahren mit ihrer Suche nach weltanschaulicher Sinngebung gewann die pseudo-wissenschaftliche Glacial-Kosmogonie in Deutschland und in Europa Millionen von Anhängern. Zugleich führte man Hörbiger-Fauths Theorien gegen Einsteins Relativitätstheorie ins Feld. Und im Dritten Reich wurde die Glacial-Kosmo­gonie zur Unterfütterung des nordischen Mythos herangezogen.
Zu den hingerissenen Lesern und Rezipienten der “Glacial-Kosmogonie” zählte auch der junge Reinhold Schneider. Aus Hörbiger-Fauths Evokationen kosmischen Werdens und Vergehens gewann er bildmächtiges poetisches Material für seine frühen Sonette. Später nutzte er die wuchtigen Katastrophenbilder für seine Opposition gegen das Dritte Reich. In den fünfziger Jahren verwandelte er das poetische Material in prophetische Warnungen gegen das rasende Wettrüsten der Atommächte. Schließlich lassen sich Hörbiger-Fauths Katastrophenbilder in Reinhold Schneiders späten Gesichten vom Kosmischen Christus und von den kommenden Letzten Dingen nachweisen.
Die vorliegende Arbeit breitet vor historischem Hintergrund zunächst Hörbiger-Fauths glacial-kosmogonische Theorien aus. Sodann zeichnet der Autor sorgsam Reinhold Schneiders vielfältige Verarbeitung des poetischen Materials bis in das Spätwerk nach. Zahlreiche, teils farbige Abbildungen vervollständigen die innovativen Ausführungen.


Cover von Wege zu Reinhold Schneider
Wege zu Reinhold Schneider.
Zum 50. Todestag des Dichters.
Hrsg. von Friedrich Emde und Ralf Schuster.


3/2008
X + 226 Seiten
14 Abbildungen
Hardcover
€ 34,24
ISBN 978-3-940784-02-5

Reinhold Schneiders literarisches Frühwerk ist geprägt durch eine tragizistisch-nihilistische Weltsicht, die er insbesondere in umfangreichen historiographischen Erzählungen gestaltete. Die Schrecken der nationalsozialistischen Diktatur führten zu einem tiefgreifenden Wandel in Werk und Selbstverständnis des Dichters. Schneider begann, literarischen Widerstands auf der Basis des christlichen Glaubens zu leisten, und wurde so zu einer Identifikationsgestalt für viele. Im Spätwerk erfolgte eine intensive Auseinandersetzung mit den Verhältnissen in der gerade entstehenden Bundesrepublik. Schneider wurden in dieser Zeit, die geprägt war durch den so genannten "Fall Reinhold Schneider", aber auch durch zahlreiche Ehrungen (1956 Friedenspreis des Deutschen Buchhandels), zuvor noch unbezweifelte, selbstverständliche Glaubenswahrheiten zunehmend problematisch.

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Reinhold Schneider, dem wohl bedeutendsten Vertreter der so genannten 'Inneren Emigration', erfolgte von Anfang an sowohl in der Germanistik als auch in der Theologie. Auch der vorliegende Band enthält neun Beiträge aus literaturwissenschaftlicher und theologischer Forschung. Beiträger sind Michael Albus, Reiner Haehling von Lanzenauer, Georg Langenhorst, Hartmut Laufhütte, Stephan Lüttich, Pirmin Meier, Ralf Schuster, Babette Stadie und Benedikt Zwölfer. Die Aufsätze erschließen neue Zugänge zu jeder der drei Werkphasen Schneiders, die Geschichte der Schneiderschen Privatbibliothek nach dem Tod des Dichters wird beleuchtet, zahlreiche Texte des Autors werden erstmals einer intensiveren wissenschaftlichen Analyse unterzogen, und die fortbestehende Aktualität des Werkes Schneiders wird vor Augen gestellt.

Das Inhaltsverzeichnis des Bandes kann hier eingesehen werden.