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ERSCHIENEN IM JUNI 2017:

Cover von Reinhold Schneider Blätter Neue Folge
Reinhold Schneider Blätter Neue Folge.
Jahrbuch für christliche Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts
Hrsg. vom Stephan Lüttich.
Bd. 3

6/2017
118 Seiten, zahlreiche Abbildungen
Softcover
24,61 Euro
ISBN: 978-3-940784-37-7

Die dritte Ausgabe der Reinhold Schneider Blätter Neue Folge erfüllt in besonderer Weise den Anspruch, ein Jahrbuch für christliche Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts zu sein. Neben einem sehr grundsätzlichen Aufsatz Ludger Lütkehaus’ zum Spätwerk Reinhold Schneiders gewährt Annika Stello aufschlussreiche Einblicke in den Nachlass des Dichters in der Badischen Landesbibliothek. Zwei weitere Beiträge beleuchten den zeitgeschichtlichen Kontext, in dem sich Reinhold Schneider und andere Dichter bewegten: Reiner Haehling von Lanzenauer beleuchtet die Entwicklung der Zeitschrift „Weiße Blätter“ und Klaus Goebel zeichnet Leben und Schaffen des Graphikers Kurt Wolff nach, der Werken Reinhold Schneiders und anderer Zeitgenossen ihre angemessene Gestaltung gegeben hat.
Der Berichte-und-Rezensionen-Teil widmet sich diesmal ganz der modernen christlichen Lyrik: Er bietet je ein Interview mit den zeitgenössischen Dichtern Lothar Steiger und Andreas König sowie eine Rezension zu Marion Heide-Münnichs Monographie über Siegbert Stehmann. Alle drei Lyriker werden auch mit zum Teil bisher unveröffentlichten Gedichten vorgestellt.


ERSCHIENEN IM APRIL 2017:

Umschlag Wort, Zeichen, Bild und die Kultur des reformatorischen Wissens. Zu Fragen der Emblematik und Metaphorik im 17. Jahrhundert
Ferdinand van Ingen
Wort, Zeichen, Bild und die Kultur des reformatorischen Wissens. Zu Fragen der Emblematik und Metaphorik im 17. Jahrhundert.

4/2017
144 Seiten mit 12 Abbildungen
Hardcover
34,24 Euro
ISBN 978-3-940784-32-2

Ferdinand van Ingen legt in diesem Band zwei umfangreiche Aufsätze vor, die sich mit Fragestellungen der Emblematik und Sinnbildkunst des literarischen Barocks beschäftigen: "UT PICTURA POESIS. Bildlichkeit und das Problem der hermeneutischen Dubiositas. Zur Literatur des 17. Jahrhunderts" sowie "Wortkunst und 'Deoglori' bei Catharina Regina von Greiffenberg". Der Band enthält zwölf Abbildungen und als Textanhang einen Auszug aus Johann Wilhelm von Stubenbergs Bacon-Übersetzung "Getreue Reden/ die Sitten/ Regiments- und Hauslehre betreffend" (Nürnberg 1654).


ERSCHIENEN IM OKTOBER 2016:

Cover Der Dunkle Glockenton
Der dunkle Glockenton.
Briefwechsel zwischen Reinhold Schneider und Rudolf Alexander Schröder.

Herausgegeben von Klaus Goebel
10/2016
Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage
Hardcover
148 Seiten mit 14 Abbildungen
19,26 Euro
ISBN: 978-3-940784-35-3

Ohne den Hintergrund von NS-Diktatur, Krieg und früher Nachkriegszeit ist dieses briefliche Zwiegespräch 1935 bis 1957 nicht zu denken. Was haben sich Männer der Inneren Emigration zu sagen, von denen der eine prononciert katholisch ist, der andere als evangelischer Kirchenliedautor wachsenden Bekanntheitsgrad genießt? Den Kontakt eröffnet Schneider mit einem Privatdruck seiner Sonette, zu denen das bekannte Allein den Betern wird es noch gelingen gehört. Bei Kurt Ihlenfeld in Berlin lernen sich die Dichter persönlich kennen. Der Herausgeber des Eckart gewinnt sie als Mitarbeiter. Zum engsten Freundeskreis zählt auch der Schriftsteller Jochen Klepper.
Aufsätze und Rezensionen erweitern die von Klaus Goebel aufgefundene und kommentierte Korrespondenz. Schneider stellt den ersten Beitrag über Schröder für die Festschrift zum 60. Geburtstag 1938 unter das Thema Der Dichter in der Geschichte. Zu den letzten Äußerungen vor dem plötzlichen Tod zwanzig Jahre später gehört eine in vielen Zeitungen publizierte Würdigung des 80 Jahre alt gewordenen Schröder. Dieser wiederum charakterisiert Schneider in dem Autorenporträt Amt und Gabe des Wortes. Als Gegner der Wiederbewaffnung und Anhänger der Anti-Atomtod-Be­wegung ist Schneider damals äußerst umstritten, wird andererseits jedoch demonstrativ mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
Überraschen dürfte den Leser eine kaum bekannte Episode der Biographie Thomas Manns. Die Korrespondenz thematisiert seine Aufnahme in den Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste. Diese Friedensklasse des Ordens ist 1952 durch Theodor Heuss wiederbelebt worden. Im neuen Ordenskapitel vertreten Schröder und Schneider die Literatur, bevor Hermann Hesse als ausländisches Mitglied hinzu gewählt wird. Der erste Bundespräsident setzt sich auch für Manns Berufung ein. Der Nobelpreisträger hatte durch seine Schelte der während der NS-Diktatur in Deutschland gebliebenen Schriftsteller eine anhaltende öffentliche Auseinandersetzung hervorgerufen. Doch wird er kurz vor seinem Tod noch in den Orden gewählt. Von Schneider unterstützt, hatte ihn Schröder vorgeschlagen.
Die zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage ersetzt die vergriffene Ausgabe aus dem Jahr 2014.


ERSCHIENEN IM AUGUST 2016:

Cover Johann Ludwig Betulius
Johann Ludwig Betulius
Bußpredigt nach einer Hungersnot in Böhmen 1617.
Kommentierte Edition.
Hrsg. von Klaus Knothe

8/2016
91 Seiten
Softcover
€ 24,61
ISBN 978-3-940784-33-9

In der vorliegenden Broschüre wird der Text einer Bußpredigt von Johann Ludwig Betulius, die dieser im Jahr 1617 in Neuen­kirchenberg (tschechisch: Nový Kostel) bei Eger gehalten hat, wiedergegeben und kommentiert. Von der im Jahr 1618 bei Pfeilschmidt in Hof publizierten Bußpredigt existiert in Deutschland nur noch ein Exemplar, das sich heute in der Provinzial­bibli­othek in Amberg in der Oberpfalz befindet. Der Predigttext ist bisher in der Zusammenstellung von Schriften aus dem 17. Jahrhundert (VD17) nicht enthalten. Es handelt sich um eine der wenigen lutherischen Schriften aus dem Egerland aus der Zeit vor der Gegenreformation, die den Bücherverbrennungen der Jesuiten entging.
Hintergrund der Predigt ist eine Hungersnot im Jahr 1617 in Böhmen und eine damit im Zusammenhang stehende starke Teuerung von Getreide, dem Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung. In seiner Bußpredigt geht Johann Ludwig Betulius vom Buch des biblischen Propheten Joel aus, der sich mit einer ähnliche Situation befasst. Johann Ludwig Betulius arbeitet in seiner Predigt mit einer Vielzahl von Verweisen auf andere Bibelstellen, aber auch auf Texte von Kirchenvätern sowie von antiken und frühneuzeitlichen Autoren.
Johann Ludwig Betulius (~1587–1647), der Onkel der bekannten Barockdichters Sigmund von Birken, wurde als lutherischer Pfarrer 1626/27 im Zuge der Gegenreformation aus Böhmen vertrieben und war anschließend in Württemberg als Pfarrer tätig. Der ebenfalls edierte Lebenslauf seiner zweiten Frau, Anna Betulius, geb. Abel, gewährt einen Einblick in die Situation des württembergischen Pfarrers.


Maria Halbritter: Die Buchhandlung Neuefeind. Gleiwitz 1941 - Passau 1980
Maria Halbritter:
Die Buchhandlung Neuefeind.
Gleiwitz 1941 - Passau 1980

8/2016
254 Seiten
Hardcover
50 Abbildungen
€ 24,80
ISBN: 978-3-940784-36-0

Wir haben dieses Buch aus dem Karl Stutz Verlag unverändert übernommen.
Vor dem Hintergrund von vier Jahrzehnten Zeitgeschichte beschreibt die Autorin die Geschichte einer mittelständischen Buchhandlung. Sie verknüpft dabei die Lebensgeschichte des Unternehmers und die Veränderungsprozesse im Buchhandel mit den allgemeinen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Geprägt vom rheinischen Katholizismus sucht der Buchhändler Josef Neuefeind in der Zeit des Nationalsozialismus nach Möglichkeiten der Selbständigkeit. Für wenige Jahre gelingt dies in der oberschlesischen Stadt Gleiwitz, bis offen geäußerte Kritik am nationalsozialistischen Staat zu seiner Verhaftung und Verurteilung führt.
Nach der Befreiung durch die Alliierten und der Flucht der Familie aus Oberschlesien beginnt 1946 der zweite Versuch einer Existenzgründung als Buchhändler zuerst in Bad Höhenstadt und dann in der Grenzstadt Passau und damit in einer lange Zeit wirtschaftlich schwierigen Region der Nachkriegszeit. Die Erfahrungen der 30er und 40er Jahre begleiten im langwierigen Wiedergutmachungsverfahren die 50er und 60er Jahre. Die Jahre des sog. „Wirtschaftswunders“ unter den spezifischen wirtschaftlichen und kulturellen Bedingungen der Grenzregion sind arbeitsreiche Aufbaujahre, in denen die Etablierung einer anerkannten Fachbuchhandlung gelingt, an deren Ende aber sich strukturelle Veränderungsprozesse in allen Branchen der Wirtschaft und in der Gesellschaft ankündigen.
Mit Professionalität und einem für den mittelständischen Einzelhändler in der Buchbranche typischen Idealismus baut Neuefeind seine Buchhandlung auf und führt sie 30 Jahre lang durch die verschiedenen Wandlungsstufen des Buchhandels zwischen 1948 und 1980. So entsteht das Lebensbild eines Buchhändlers, der seinem Beruf mit Leib und Seele verbunden war und dessen Berufsverständnis ein Beispiel für einen inzwischen selten gewordenen Unternehmertypus ist.

ERSCHIENEN IM JUNI 2016:

Cover Attig, Schuster
„so wollen wir singen und loben deine Macht“
Literatur- und sprachwissenschaftliche Untersuchungen zur religiösen Lyrik in der Frühen Neuzeit.
Herausgeber: Matthias Attig und Ralf Schuster

6/2016
XII + 212 Seiten
Softcover
64,20 Euro
ISBN 978-3-940784-34-6

Der vorliegende Sammelband legt einen Längsschnitt durch die geistliche Dichtung des 17. und 18. Jahrhunderts und richtet das Augenmerk dabei zum einen auf typische Merkmale, zum anderen auf deren Konfigurierung in einzelnen Werken, die eingehenden Analysen unterzogen werden. In diesem Zusammenhang finden je nach Schwerpunktsetzung und disziplinärer Verortung der Beitragenden inhaltliche, motiv- und literaturgeschichtliche oder formale Aspekte der dichterischen Rede über Gott und den Glauben verstärkt Beachtung. Die Texte folgen somit der Bahn, die ein 2013 ebenfalls im Ralf Schuster Verlag erschienener Band beschritt, der den zu verhandelnden Problemkreis auf das „Motiv der Weihnacht“ zentrierte. Diesem Band gegenüber erfährt das thematische Feld hier jedoch eine Erweiterung, so dass es möglich wird, das Religiöse nicht im Rekurs auf eine beispielhafte inhaltliche Konkretisierung, die vorwiegend affirmativen Charakters ist, sondern als allgemeinen Gehalt, als poetisches Sujet zu exponieren, das bisweilen durchaus opak anmutet und mit analytischen Mitteln kaum mehr greifbar ist. Die Beiträge stammen von Matthi­as Attig, Albrecht Greule, Matthias Clemens Hänselmann, Michael Ludscheidt, Ralf Schuster und Heiko Ullrich.

ERSCHIENEN IM DEZEMBER 2015:

Cover von Die Nibelungen
Die Nibelungen.
Passauer Beiträge zu Rezeption und Verarbeitung eines produktiven Narrativs. Festschrift für Theodor Nolte
Hrsg. von Hans Krah.

12/2015
312 Seiten
Hardcover
39,59 Euro
ISBN 978-3-940784-31-5

Die Relevanz der Nibelungen ergibt sich nicht nur aus dem Interesse an der Tradierung eines historischen Stoffgefüges, sondern auch dadurch, dass die Nibelungen als Narrativ zu begreifen sind: als Erzählmuster und paradigmatische Geschichte, das als Struktur Äquivalenzen, Analogien und Problemlösungen bereit stellt. Dies erlaubt zum einen, dass aus den gegebenen Inhalten destillierte und kondensierte Wissenselemente als Deutungsangebote und Argumentationsrahmen zur Verfügung stehen. Zum anderen können neue Bedeutungen daran angelagert und damit transportiert werden. Solche sind zumeist im Kontext einer kulturspezifischen Diskussion bzw. Bestätigung kollektiver Wertesphären zu situieren. Eigen vs. fremd, Individuum vs. Kollektiv, Autonomie vs. Heteronomie, Männer vs. Frauen, der Stoff eignet sich, als Träger von jeweils als relevant erachteter Grenzziehungen und ihrer jeweiligen semantischen Füllungen instrumentalisiert zu werden und als ideologischer Speicher zu fungieren.
Die eigentliche Relevanz ergibt sich also denkgeschichtlich: Die Nibelungen sind in ihrer eigenen Tradierung nicht nur zum nationalen Kulturgut, sondern dabei auch zum Medium kultureller Selbstvergewisserung geworden.
Die hier versammelten Aufsätze zeigen in diesem Kontext Aspekte und Facetten auf, die sich aus Rezeption, Aneignungen, Adaptionen, Verarbeitungen des Nibelungenstoffes als Ausgangspunkt kultureller Kommunikation ergeben, wobei sie sich aus den unterschiedlichen Disziplinen und mit den sich daraus ergebenden Fragestellungen annähern, die unter dem Dach Germanistik subsumiert sind: Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Didaktik, Kulturwissenschaftliche Medialitätsforschung.
Das Inhaltsverzeichnis kann hier eingesehen werden.

ERSCHIENEN IM DEZEMBER 2015:

Cover Jahrbuch für christliche Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts
Reinhold Schneider Blätter Neue Folge.
Jahrbuch für christliche Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts
Hrsg. von Stephan Lüttich.
Bd. 2

12/2015
114 Seiten
Softcover
24,61 Euro
ISBN 978-3-940784-29-2

Der zweite Band der Neuen Folge der Reinhold Schneider Blätter widmet sich schwerpunktmäßig den Beziehungen des Reinhold Schneiders zu anderen Autoren. So geht ein umfangreicher Aufsatz von Ekkehard und Moritz Blattmann dem Verhältnis zwischen dem Dichter und Alfred Döblin nach. Dem im September 2014 erschienenen Briefwechsel Reinhold Schneiders mit Rudolf Alexander Schröder widmen sich sowohl ein Beitrag von Marion Heide-Münnich als auch eine Rezension von Hans Maier, der daneben auch einen neuen Sammelband zu Leben und Werk Schröders bespricht. Der Bremer Dichter steht dann auch im Zentrum der Überlegungen von Klaus Goebel, der Schröders jahrelange journalistische Tätigkeit für die Frankfurter Zeitung nachzeichnet. Dass Reinhold Schneider nichts an Aktualität verloren hat, möchte schließlich ein kleiner Beitrag von Stephan Lüttich aufweisen, der Spuren des Dichters im Werk Sibylle Lewitscharoffs darstellt.
Reiner Haehling von Lanzenauer beschreibt die besondere Beziehung, die Reinhold Schneider mit dem Zisterzienserinnenkloster Lichtenthal verband. Daneben widmet er sich in einer Rezension einer biographischen Skizze zu Karl Ludwig zu Guttenberg.
Natürlich hat auch Lyrik ihren Platz in dieser Ausgabe. Dem Dichter selbst widmet sich Hartmut Laufhütte mit einer Interpretation von Schneiders Sonett „Der Meteorenschwarm“. Als Beispiel qualitätsvoller zeitgenössischer geistlicher Lyrik darf ein Gedicht von Andreas König gelten.

ERSCHIENEN IM NOVEMBER 2015:

Cover Kügel
Werner Kügel:
„Erfreuliche Nützlichkeit – Keim göttlicher Ehre“
Beiträge zum Harsdörffer-Birken-Colloquium des Pegnesischen Blumenordens im Oktober 2014
11/2015
VIII + 244 Seiten
Softcover
42,80 Euro
ISBN 978-3-940784-28-5

Im Oktober 2014 veranstaltete der Pegnesische Blumenorden in Nürnberg eine Tagung zu seinen beiden ersten Präsidenten Georg Philipp Harsdörffer (1607-1658) und Sigmund von Birken (1626-1681). Die Beiträge zu dieser Tagung werden nun in überarbeiteter und z. T. stark erweiterter Fassung vorgelegt. Ein Schwerpunkt der Tagung wurde dabei auf das Wirken dieser beiden bedeutenden Nürnberger Literaten für den Blumenorden gelegt, ein weiterer auf ihre Mitgliedschaft in und ihr Wirken für die damals bedeutendste deutsche Sprachgesellschaft, die Fruchtbringende Gesellschaft. Der Beitrag von Klaus Conermann beschäftigt sich mit Harsdörffers Plan einer Vernetzung europäischer Akademien; Andreas Herz beleuchtet Harsdörffers Beitrag zur Rechtschreibdebatte in der Fruchtbringenden Gesellschaft. Das Verhältnis von Harsdörffer und Birken wird von Rosmarie Zeller beleuchtet. Hartmut Laufhütte stellt das erhaltene Archiv Birkens hinsichtlich seiner Bedeutung für die Kultur- und Literaturwissenschaft und die Birken-Werke-Ausgabe vor und Ralf Schuster gibt einen Überblick über die Aufnahme von Frauen in den Pegnesischen Blumenorden durch Sigmund von Birken.
Der Pegnesische Blumenorden besteht heute noch, die Fruchtbringende Gesellschaft, die nach dem Tod ihres dritten Oberhauptes 1681 erloschen ist, wurde vor einigen Jahren als Neue Fruchtbringende Gesellschaft neu gegründet. Es lag nahe, die sprachpflegerischen Aktivitäten dieser Gesellschaften heute mit denen ihrer historischen Entsprechungen im 17. Jahrhundert zu vergleichen. Uta Seewald-Heeg und Julia Schinköthe stellen die Erlebniswelt Deutsche Sprache in Köthen und die Aktivitäten der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft vor, Werner Kügel unternimmt einen Streifzug durch die Geschichte des Blumenordens und gibt einen Überblick über dessen vielfältige Aktivitäten in der Gegenwart. Thomas Paulwitz schließlich widmet sich den Aufgaben und Zielen heutiger Sprachpflege am Beispiel der „Deutschen Sprachwelt“.
Der vorliegende Band ermöglicht Zugänge zu den beiden barocken Nürnberger Autoren und gewährt vielfältige Einblicke in die Arbeit von literarischen Gesellschaften gestern und heute.

ERSCHIENEN IM OKTOBER 2015:

Cover Zwischentoren
Andreas König:
Zwischentoren
Gedichte
10/2015
156 Seiten
Softcover
14,98 Euro
ISBN 978-3-940784-27-8

Der dritte Gedichteband von Andreas König ist eine kleine lyrische Reise, auf der hauptsächlich Orte in Süddeutschland und Österreich besucht werden: Kleine Dörfer, Kirchen, Klöster, Friedhöfe und vor allem verschiedene Plätze in der Natur sind der Ausgangspunkt für vielfältige Reflexionen - nicht zuletzt auch über Fragen einer christlichen Existenz in einer zunehmend säkularen Welt. Oft wird aus der geographischen Reise eine Fahrt in die Vergangenheit; Bau- und Kunstwerke werden zu Mittlern zwischen den Zeiten. In den zumeist kurzen Gedichten kann König in der für ihn charakteristischen klaren und prägnanten Sprache ganze Lebenswirklichkeiten lebendig werden lassen.

ERSCHIENEN IM MÄRZ 2015:

Cover Vademecum durchs Kirchenjahr
Lothar Steiger:
Vademecum durchs Kirchenjahr.
Perikopen Hand- und Begleitbüchlein in Epigrammen
3/2015
252 Seiten
Hardcover
19,26 Euro
ISBN 978-3-940784-26-1

Das vorliegende Buch versteht sich als epigrammatischer Begleiter durch das gesamte Kirchenjahr. Lothar Steiger, Professor emeritus für Dogmatik und Homiletik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, legt zu sämtlichen Perikopen der Sonn- und Feiertage Distichen vor, die die biblischen Texte kontrakt zusammenfassen, profilieren und interpretieren. Ziel der Epigramme ist es, dem Leser neue Blicke auf die Perikopentexte zu eröffnen und deren intensive Meditation anzuregen. Steigers Buch verdient Aufmerksamkeit in einer Zeit, in der über poetische Theologie viel gesprochen, dieselbe allerdings nur äußerst selten praktiziert, das heißt literarisch erprobt wird. Aus literaturwissenschaftlicher Sicht sind die Epigramme insofern von großem Interesse, als sie in unverwechselbar eigenständiger Weise anknüpfen an die Tradition der barocken Perikopendichtung.
Leitend ist hierbei der Gedanke, daß die biblischen Texte für die heutige Zeit (wie in allen Epochen zuvor) nur aufgrund von unablässiger Beschäftigung mit ihnen fruchtbar gemacht werden können. Daß und wie solches studium freilich theologisch und sprachlich trennscharf auf den Punkt gebracht werden kann – dafür bietet Steigers Vademecum erstaunlich aktuelle und einprägsame Beispiele.
Hermeneutisch-poetisch aufschlußreiche Vorreden zu den drei Festkreisen, ein Bibelstellenregister sowie eine Predigt im Anhang vervollständigen den Band.

ERSCHIENEN IM JANUAR 2015:

Cover Ukrainische Volksmärchen
Ukrainische Volksmärchen
erzählt von Elvira Morgenstern
mit Illustrationen von Witalij Dorosch

1/2015
68 Seiten
12 Abbildungen (sw)
gebunden
14,98 Euro
ISBN 978-3-940784-24-7

Märchen gehören weltweit zu den wichtigen Schätzen einer jeden Kultur. Obwohl die Motive, Figuren und Handlungen der verbreiteten und bekannten Märchen verschiedener Kulturen zuweilen gewisse Parallelen aufweisen, haben sie sehr wohl landesspezifische Besonderheiten und sind von den Sitten, Bräuchen und Mentalität derjenigen Gegend geprägt, in der sie entstanden sind.
Märchen aus der Ukraine waren bislang im deutschsprachigen Raum kaum bekannt. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, Lesern einen Einblick in die Eigenart der ukrainischen Märchenwelt in deutscher Sprache zu eröffnen.
Der vorliegende Sammelband enthält zwölf sowohl bekannte als auch weniger verbreitete Märchen aus der Ukraine. Jedem Märchen ist dabei eine kurze und zusammenfassende Einleitung vorangestellt, in der das Thema des Märchens beziehungsweise vergleichbare Motive aus anderen Sprachkulturen erläutert werden.
In den für diesen Band ausgewählten Märchen aus der Ukraine sind es vor allem Tiere, die − teils im Stile klassischer Fabeln − die Hauptpersonen spielen. Der Hofhund Sirko, der mit seinem Freund, dem Wolf, eine Hochzeitsgesellschaft in helle Aufregung versetzt; der schlaue Hase, der einen grimmigen Bären überlistet; der imposante Herr Katerius mit seiner pfiffigen Frau; die faulen Mäuschen, die eine echte Lehre erteilt bekommen, und viele andere Figuren begleiten den Leser Seite für Seite und vermitteln durch ihr Verhalten, ihre Handlungen und Dialoge die Eigenart der ukrainischen Märchenwelt mit ihrem spezifischen Humor und Hintersinn.
Auch die typischen Themen und Motive der Märchen aus der Ukraine sind allgegenwärtig: Freundschaft, die das Leben bereichert und dieses manchmal retten kann ("Der Hahn und der Kater"); Schlauheit, die oft wichtiger ist als besondere körperliche Kraft ("Der schlaue Hase"), oder Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft ("Der Fäustling").
Die Märchen wurden im vorliegenden Band in ihrem zentralen inhaltlichen Kern erhalten, aber auf lebendige und frische Weise von Elvira Morgenstern neu erzählt. Die künstlerisch wertvollen Illustrationen von Witalij Dorosch verleihen dem Buch zusätzlich eine besondere Note und bringen Handlungen und Figuren der Märchen noch ausdrucksvoller zur Geltung.
"Ukrainische Volksmärchen" ist ein Buch für Kinder und Erwachsene, die selber gerne Märchen lesen oder sich vorlesen lassen.
Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe.

ERSCHIENEN IM SEPTEMBER 2014:

Cover Der Dunkle Glockenton
Der dunkle Glockenton.
Briefwechsel zwischen Reinhold Schneider und Rudolf Alexander Schröder.

Herausgegeben von Klaus Goebel 9/2014
Hardcover
148 Seiten mit 14 Abbildungen
14,98 Euro
ISBN: 978-3-940784-23-0

Ohne den Hintergrund von NS-Diktatur, Krieg und früher Nachkriegszeit ist dieses briefliche Zwiegespräch 1935 bis 1957 nicht zu denken. Was haben sich Männer der Inneren Emigration zu sagen, von denen der eine prononciert katholisch ist, der andere als evangelischer Kirchenliedautor wachsenden Bekanntheitsgrad genießt? Den Kontakt eröffnet Schneider mit einem Privatdruck seiner Sonette, zu denen das bekannte Allein den Betern wird es noch gelingen gehört. Bei Kurt Ihlenfeld in Berlin lernen sich die Dichter persönlich kennen. Der Herausgeber des Eckart gewinnt sie als Mitarbeiter. Zum engsten Freundeskreis zählt auch der Schriftsteller Jochen Klepper.
Aufsätze und Rezensionen erweitern die von Klaus Goebel aufgefundene und kommentierte Korrespondenz. Schneider stellt den ersten Beitrag über Schröder für die Festschrift zum 60. Geburtstag 1938 unter das Thema Der Dichter in der Geschichte. Zu den letzten Äußerungen vor dem plötzlichen Tod zwanzig Jahre später gehört eine in vielen Zeitungen publizierte Würdigung des 80 Jahre alt gewordenen Schröder. Dieser wiederum charakterisiert Schneider in dem Autorenporträt Amt und Gabe des Wortes. Als Gegner der Wiederbewaffnung und Anhänger der Anti-Atomtod-Be­wegung ist Schneider damals äußerst umstritten, wird andererseits jedoch demonstrativ mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
Überraschen dürfte den Leser eine kaum bekannte Episode der Biographie Thomas Manns. Die Korrespondenz thematisiert seine Aufnahme in den Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste. Diese Friedensklasse des Ordens ist 1952 durch Theodor Heuss wiederbelebt worden. Im neuen Ordenskapitel vertreten Schröder und Schneider die Literatur, bevor Hermann Hesse als ausländisches Mitglied hinzu gewählt wird. Der erste Bundespräsident setzt sich auch für Manns Berufung ein. Der Nobelpreisträger hatte durch seine Schelte der während der NS-Diktatur in Deutschland gebliebenen Schriftsteller eine anhaltende öffentliche Auseinandersetzung hervorgerufen. Doch wird er kurz vor seinem Tod noch in den Orden gewählt. Von Schneider unterstützt, hatte ihn Schröder vorgeschlagen.

ERSCHIENEN IM JULI 2014:

Cover Reinhold Schneider Blätter
Ferdinand van Ingen:
Diskursive Lyrik
Drei Studien

7/2014
258 Seiten
Hardcover
53,50 Euro
ISBN: 978-3-940784-25-4

Die landläufige Meinung, dass die schnellebige Gegenwart keine Zeit für Lyrik sei, entspricht nicht der täglichen Erfahrung: es wird viel gelesen – auch Lyrik. Offensicht­lich werden immer wieder Wege gefunden, Leser zu interessieren. Die jüngere und jüngste Generation (Wondratschek, Thomas Kling, Uwe Kolbe, Durs Grünbein u.v.a.) sucht auf eigene Art, ihre Zeit- und Welterfahrung einem Leser mitzuteilen. Selbstverständlich stehen die Jüngeren auf den Schultern von Vorgängern und wollen das auch nicht leugnen.
In der ersten der hier vorgelegten Studien steht die Frage im Mittelpunkt, wie das Wissen unserer Zeit ("Bildungswissen", Technik u.ä.)von den Dichtern aufgenommen und reflektiert wird. In der dritten kreisen die Fragen um die Politik, die im Leben von Mensch und Gesellschaft einen beherrschenden Platz einnimmt. Gilt etwa noch das Wort aus Goethes Faust: "Ein garstig Lied! Pfui! Ein politisch Lied"?
In der Mitte steht das lyrische Werk des in Ostberlin arbeitenden Johannes Bobrowski (geb. 1917 in Tilsit, gest. 1965 in Berlin) und dessen Wirkung in Ost und West. Anhand eines wesentlichen Aspekts des Werks werden die Fragen auf ein Problem zuge­spitzt, das ihn lebenslänglich beschäftigt hat: die Schuld der Deutschen an den "Ostvölkern" seiner Heimat, an der er als Wehrmachtsoldat Mitschuld trug. Sein Dichterwort mit dem ihm eigentümlichen Gepräge spricht im Zeichen der Hoffnung und steht gegen das Vergessen.

ERSCHIENEN IM FEBRUAR 2014:

Cover Reinhold Schneider Blätter
Reinhold Schneider Blätter Neue Folge.
Jahrbuch für christliche Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts
Hrsg. von Stephan Lüttich.
Bd. 1
2/2014
108 Seiten
Softcover
24,61 Euro
ISBN: 978-3-940784-19-3

Mit Auflösung der Reinhold-Schneider-Gesellschaft ist leider auch eines der wichtigsten Publikationsorgane der Schneider-Forschung eingestellt worden. Im Jahr 2009 erschienen die Reinhold Schneider Blätter, die sich in einundzwanzig Ausgaben dem Leben und Wirken des Freiburger Dichters gewidmet hatten, zum letzten Mal.
Der Ralf Schuster Verlag Passau, in dem seit 2008 bereits mehrere Sammelbände und Monographien zu Reinhold Schneider erschienen sind, hat sich nun vorgenommen, eine Zeitschrift zu begründen, die die Zielsetzungen der Reinhold Schneider Blätter weiter verfolgt.
Die Neue Folge der Reinhold Schneider Blätter wird von Dr. Stephan Lüttich herausgegeben und ab 2014 als Jahrbuch für christliche Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts erscheinen. Leben und Werk Reinhold Schneiders werden in germanistischer, historischer, theologischer und biographischer Perspektive beleuchtet, aktuelle Entwicklungen beschrieben und neue Publikationen besprochen.
So wird in der ersten Ausgabe der Aufsatz von Prof. Dr. Gerd Biegel den historischen Kontext von Schneiders Erzählung „Kaiser Lothars Krone“ entfalten, während ein Beitrag von Rudolf Hubert zeigen kann, welche Relevanz das Spätwerk des Dichters für den aktuellen Dialog mit Nichtchristen (nicht nur) in den neuen Bundesländern besitzt. Regelmäßig wird ein Bericht aus der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe die Arbeit des Reinhold-Schneider-Archivs vorstellen. Im ersten Heft beschreibt Dr. Annika Stello den Bestand und die Erschließung des Nachlasses Maria van Looks.
Darüber hinaus weitet die Neue Folge – anders als die ursprünglichen Reinhold Schneider Blätter – ihren Blick auch auf andere christliche Schriftsteller des 20. und 21. Jahrhunderts. Dr. Antje Kleinewefers und Matthias Attig bieten hier mit Interpretationen der Novellen „Am Tor der Himmels“ von Gertrud von le Fort sowie „Der spanische Rosenstock“ von Werner Bergengruen interessante Perspektiven. Auch weitere Berichte und Rezensionen rund um Reinhold Schneider und die christliche Literatur der Moderne finden regelmäßig ihren Platz in der Neuen Folge der Reinhold Schneider Blätter.

ERSCHIENEN IM DEZEMBER 2013:

Matthias Clemens Hänselmann und Ralf Schuster: Das Motiv der Weihnacht
Matthias Clemens Hänselmann und Ralf Schuster: Das Motiv der Weihnacht
Untersuchungen zur religiösen Dichtung aus dem Umfeld des Pegnesischen Blumenordens im 17. Jahrhundert Hrsg. von Matthias Clemens Hänselmann und Ralf Schuster

12/2013
XII und 302 Seiten
Softcover
€ 74,90
ISBN 978-3-940784-22-3

Der vorliegende Band befaßt sich mit Texten aus dem 17. Jahrhundert, die von Mitgliedern des Pegnesischen Blumenordens in Nürnberg oder dem Orden nahestehenden Dichtern verfaßt worden sind. Behandelt werden Texte von Johann Klaj, Catharina Regina von Greiffenberg, Andreas Gryphius, Gertraud Möller, Sigmund von Birken, Johann Michael Dilherr, Joachim Heinrich Hagen, Jacob Hieronymus Lochner und Johann Achatius Lösch. Durch die enge thematische Begrenzung ermöglicht der Band eine gute Vergleichbarkeit der verschiedenen Autoren und gewährt Einblicke in den Literaturbetrieb des Barock und insbesondere in die Strukturen einer der bekanntesten Sprachgesellschaft dieser Epoche.
Der Band enthält Beiträge von Matthias Attig, Matthias Clemens Hänselmann, Hartmut Laufhütte, Michael Ludscheidt, Ralf Schuster, Johann Anselm Steiger und Heiko Ullrich.
Das Inhaltsverzeichnis kann hier eingesehen werden.

ERSCHIENEN IM DEZEMBER 2013:

Magdalena Meisner: Gebetbuch (begonnen 1617)
Magdalena Meisner: Gebetbuch (begonnen 1617)
Kritisch herausgegeben, kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Johann Anselm Steiger

12/2013
148 Seiten
3 Abbildungen
Softcover
€ 24,61
ISBN 978-3-940784-20-9

Das Buch stellt erstmals eine historisch-kritische, kommentierte Edition des handschriftlich überlieferten Gebetbuches Magdalena Meisners (geb. 1594), der Ehefrau des führenden Wittenberger lutherischen Theologen Balthasar Meisner (1587-1626), zur Verfügung.
Das Gebetbuch enthält zahlreiche von Magdalena Meisner selbst formulierte Gebete (Ehestands- und Witwengebete, Beichtgebete, Psalmgebete etc.), Traditionsgut (v.a. Kirchenlieder) sowie ausgewählte biblische Trostsprüche. Die Quelle gewährt wertvolle Einblicke in die (weibliche) praxis pietatis im Zeitalter des barocken Luthertums. Ein Nachwort eruiert den historischen Ort des Autographs und führt in den Inhalt des Gebetbuches ein. Bibelstellen- und Personenregister erschließen den edierten Text.

ERSCHIENEN IM NOVEMBER 2013:

Bibliographia Gerhardina Addenda
Bibliographia Gerhardina Addenda
Ergänzungen zum Verzeichnis der Druckschriften des lutherischen Barocktheologen Johann Gerhard (1582–1637) sowie ihrer Neuausgaben, Übersetzungen und Bearbeitungen

Bearbeitet von Johann Anselm Steiger
11/2013
126 Seiten
Hardcover
€ 42,80
ISBN 978-3-940784-21-6

Der vorliegende Band bietet zahlreiche bibliographische Nachweise von Schriften des führenden lutherischen Barocktheologen Johann Gerhard (1582–1637) und schreibt die im Jahre 2003 publizierte Bibliographia Gerhardina fort. Ein Schwerpunkt innerhalb der Addenda liegt auf der Erfassung von bislang nicht verzeichneten Gelegenheitsschriften, die es erlauben, Gerhards Gelehrtennetzwerke noch präziser zu profilieren. Besonderes Augenmerk gilt zudem ergänzenden bibliographischen Angaben, die die Rezeption der Schriften Gerhards im angelsächsischen und nordamerikanischen Sprachraum dokumentieren. Detaillierte Register (Personen, Drucker, Verleger, Druckorte) erschließen das Werk.

ERSCHIENEN IM OKTOBER 2013:

Der Pegnesische Blumenorden unter der Präsidentschaft Sigmund von Birkens
Der Pegnesische Blumenorden unter der Präsidentschaft Sigmund von Birkens.
Gesammelte Studien der Forschungsstelle Frühe Neuzeit an der Universität Passau (2007-2013)

Hrsg. von Hartmut Laufhütte


10/2013
VIII + 328 Seiten
3 Abb.
Hardcover
€ 74,90
ISBN 978-3-940784-18-6

Die Forschungsstelle Frühe Neuzeit an der Universität Passau begann ihre Arbeit Anfang 2002. Bis 2014 hat sie sechs Doppelbände der historisch-kritischen, reich kommentierten Ausgabe der Werke und der Korrespondenz eines der bedeutendsten Autoren des 17. Jahrhunderts, des Nürnbergers Sigmund von Birken (1626-1681), herausgebracht, zusammen über 6000 Druckseiten. Die Editionsarbeit haben von Anfang an zahlreiche Beiträge zu wissenschaftlichen Kolloquien begleitet, ferner solche zu literatur- und kulturgeschichtlichen Sammelwerken. Zweiundzwanzig dieser Aufsätze, die in der Zeitspanne von 2007 bis 2013 geschrieben bzw. veröffentlicht worden sind, werden hier vorgestellt. Sie decken ein breites Spektrum ab: Sie gelten Birkens vielseitiger Existenz als literarischer Dienstleister, seiner Tätigkeit als Übersetzer lateinischer Poesie und als traditionsbewußter Autor lateinischer Gedichte, der grundsätzlich religiösen Programmatik seines literarischen Werkes und des von ihm neugegründeten und geprägten Pegnesischen Blumenordens, seinen Kontakten zu anderen Mitgliedern dieses Ordens und der Fruchtbringenden Gesellschaft, der er ebenfalls angehörte, sowie seiner Förderung von Dichterinnen innerhalb und außerhalb des Pegnesischen Blumenordens, in welchen er eine stattliche Anzahl von Frauen aufgenommen hat, die dort die gleichen Rechte wie die männlichen Mitglieder besaßen. Das Bild des Literaten, Literaturmanagers und Kulturvermittlers Sigmund von Birken und des von ihm dominierten Ordens gewinnt völlig neue Aspekte und wird überraschend deutlich.

ERSCHIENEN IM JULI 2013:

Cover von Weihnacht-Schäferey
Joachim Heinrich Hagen: Weihnacht-Schäferey
Kommentierte Edition. Hrsg. von Matthias Clemens Hänselmann


7/2013
130 Seiten
Softcover
€ 28,89
ISBN 978-3-940784-17-9

Als Joachim Heinrich Hagen gerade einmal einundzwanzigjährig seine Weihnacht-Schäferey veröffentlichte, präsentierte er sich damit als einer der begabtesten Dichter seiner Heimatstadt Bayreuth. Es gelang ihm, mit dieser im Jahre 1669 erschienenen Versekloge eine literarische Form auszubilden, die für die bukolische Weihnachtsdichtung gattungsprägend wirkte und unter anderem nachweislich Einfluss ausübte auf die Hirtendichtung der Pegnitzschäfer. Ein Grund für die besondere Qualität des Werkes ist sicher in dem Umstand zu sehen, dass Sigmund von Birken, der Präses des Pegnesischen Blumenordens, mindestens redigierend an dessen Entstehung beteiligt war. Dieser literatursoziologische Hintergrund stellt einen weiteren interessanten Aspekt dieses Schäferspiels dar, der die Auseinandersetzung mit dem Werk auch heute noch lohnenswert und reizvoll macht.
Die vorliegende, mit einem ausführlichen Kommentar versehene Edition von Matthias Clemens Hänselmann macht den Text in seiner ursprünglichen Gestalt zugänglich und liefert umfangreiches Hintergrundwissen zur Textentstehung, der Biographie des Verfassers sowie der Rolle der Weihnacht-Schäferey für die Tradition des Weihnachtspiels.

ERSCHIENEN IM APRIL 2013:

Cover von Nachrufschrift für den Selbstmörder Christoph Rhelin
Johann Pertsch:
Nachrufschrift für den Selbstmörder Christoph Rhelin aus dem Jahr 1596.

Kommentierte Edition. Hrsg. von Klaus Knothe.


4/2013
90 Seiten
3 Abbildungen
Softcover
€ 24,61
ISBN 978-3-940784-16-2

Leichenpredigten in der Barockzeit sind nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich aber ist eine Leichenpredigt für einen Selbstmörder. Klaus Knothe legt nun die kommentierte Edition einer solchen seltenen und kulturgeschichtlich hochinteressanten Nachrufschrift vor. Christoph Rhelin fährt aus dem Aischgrund (Mittelfranken) zu einem Gespräch nach Kulmbach und versucht am Morgen des nächsten Tages, sich das Leben zu nehmen, indem er sich einen Hirschfänger in den Leib stößt. In den ihm verbleibenden knapp zwei Tagen bereut er in Gesprächen mit dem Kulmbacher Pfarrer Johann Pertsch diese Tat. Pertsch erteilt ihm die Absolution und spendet ihm das Abendmahl. Die Leichenpredigt ist der Versuch des Pfarrers, dieses Verhalten vor der Gemeinde und vor seinen Kirchenobern zu rechtfertigen. Kirchengeschichtlich besonders bedeutsam ist, daß als ein Grund für den Selbstmordversuch die theologische Kontroverse zwischen Luthertum und Calvinismus benannt wird. Der Kommentar erschließt zusätzlich die aus der Nachrufschrift nicht ersichtliche Herkunft und Biographie des Selbstmörders. Die Edition gewährt vielfältige Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Reformationszeit.

ERSCHIENEN IM JANUAR 2013:

Cover von Ausgewählte Gedichte
Martin Buchner:
Ausgewählte Gedichte
Hrsg. von Eva-Maria Hertel
Mit einem Geleitwort von Hans Göttler
1/2013
XVIII + 138 Seiten
Softcover
€ 14,98
ISBN 978-3-940784-14-8

„Eine Huldigung an das neue und alte Passau“, so hieß es, als 1911 die erste Ausgabe des Gedichtbands Lied vom Inn erschien. Der Verfasser, Martin Buchner (1869-1959), Lehrer und Schulrat, wohnte und wirkte 67 Jahre in der Stadt Passau. Sein Leben dort war oft Thema seiner Gedichte, etwa seine Brautwerbung (verschlüsselt in Stromgold). Aber Buchner war nicht nur – nicht einmal in erster Linie – „Heimatsänger“. Schon in den frühesten Gedichten Lied und Leben klingt Soziales und Politisches an. Das Leid der beiden Weltkriege ist ein zentrales Thema seiner Lyrik. In Versunkenes Reich geißelt er den Wahnsinn des ersten Weltkriegs – und das im Jahr 1938, kurz vor Beginn des nächsten Weltkrieges. Nachdem an dessen Ende die vorgeahnten Kriegsschrecken grausam seine eigene Familie getroffen hatten, entstand sein letztes Werk Sturmflut über dem Abendland, in dem er den NS-Terror anklagt, aber auch vom „schweigenden Papst“ und der „würdelosen Masse“ spricht. Verlust und Trauer finden hier berührenden dichterischen Ausdruck. Die vorliegende Auswahl stellt Gedichte aus allen fünf genannten Bänden vor.

Die Einleitung des Bandes kann hier eingesehen werden.